Eine Partnerschaft zwischen Lausanne und der Gemeinde Nouakchott (Hauptstadt Mauretaniens) wurde 2009 gegründet. In diesem Zusammenhang sind verschiedene Aktivitäten geplant, um den Zugang der benachteiligten Bevölkerung zu Wasser zu verbessern. Lausanne leitet das Projekt und kann dabei auf die Unterstützung von Fribourg, Nyon, Martigny (Sinergy), Pully, Morges, Lutry, Epalinges, Estavayer-le-Lac, Coldrerio, Cossonay, Attalens, Charrat, Jouxtens-Mézery, Villaz-St-Pierre und La Chaux zählen.
Folgende Projektaktivitäten sind vorgesehen: das Leitungsnetz auf ein Quartier der Stadt auszudehnen, kollektive Wasserpunkte zu rehabilitieren, Zisternenwagen zu kaufen, um die armen Quartiere zu versorgen und eine Sensibilisierungskampagne, die verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit Wasser beinhaltet, durchzuführen.
Die Wasserverteilung in Nouakchott ist sehr unausgeglichen und zwar bezüglich des Zugangs, des Preises und der Qualität des Wassers. 70 % der Stadtbevölkerung, das sind mehr als 900'000 Einwohner, sind nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen und müssen sich von Zisternenwagen oder bei Fuhrmännern (Wiederverkäufer von Wasser, welche die Wasserbehälter auf von Eseln gezogenen Wagen transportieren) kaufen. Der sichere Zugang zu Wasser ist für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, die mit weniger als 25 Litern Wasser pro Tag und Person auskommen müssen, immer noch ein Traum.
Es bestehen grosse Unterschiede, nach Quartieren sowie zwischen den Haushalten, die ans öffentliche Netz angebunden sind und solchen, die es sich nicht leisten können. In der Hitzeperiode steigen die Wasserpreise und die Chauffeure der Wasserzisternenwagen verkaufen das Wasser an den Meistbietenden und nicht an den prioritären Wasserpunkten. Das führt dazu, dass die Konsumenten der ärmsten Quartiere ohne Wasser bleiben.
Die Gemeinden Fribourg, Nyon, Martigny (Sinergy), Pully, Morges, Lutry, Epalinges, Estavayer-le-Lac, Coldrerio, Cossonay, Attalens, Charrat, Jouxtens-Mézery, Villaz-St-Pierre und La Chaux haben den Wunsch geäussert, ebenfalls Gutes tun zu wollen und haben sich dem Projekt von Lausanne angeschlossen. Diese Gemeinden engagieren sich je mit einem Rappen pro Kubikmeter verbrauchtem Trinkwasser. Ein solcher Zusammenschluss steigert die Effizienz der Aktion, wodurch die Transaktionskosten minimiert werden können.
Für mehr Informationen:
www.lausanne.ch/view.asp?DocId=33249Vanessa Fakhry, chef de projet, eauservice Lausanne
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