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Umweltbildungs-, Hygiene- und Abwasserprojekt in Schulen in den Randgebieten von Ouagadougou

Kurzbeschrieb:
Das Projekt zielt in erster Linie darauf ab, das Wissen der SchülerInnen in Schulen in den Randgebieten von Ouagadougou in den Bereichen Hygiene, Abwasser und nachhaltige Landwirtschaft durch Sensibilisierungsmassnahmen und die Gründung von Umweltbildungsgruppen zu stärken. Zweitens zielt es darauf ab, den Zugang zu Hygiene- und Sanitärinfrastrukturen in Schulen durch die Sanierung und den Bau von Infrastrukturen zu verbessern. Die Verantwortung für die ordnungsgemässe Nutzung und Instandhaltung der Infrastruktur tragen die SchülerInnen mit der Unterstützung ihrer LehrerInnen.

Angaben zum Projektgebiet:
Nach den Präsidentschaftswahlen von 2015 hat das Land nach den Unruhen im Zusammenhang mit dem Volksaufstand vom Oktober 2014 einen Anfang politischer Stabilität gefunden.
Die Wasser- und Sanitärsituation in Burkina Faso bleibt ein aktuelles Problem. Laut UNICEF-Daten hatten im Jahr 2015 97% der Stadtbevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser aus verbesserten Quellen (76% in ländlichen Gebieten) und 50% der Stadtbevölkerung Zugang zu ausreichenden sanitären Einrichtungen (7% in ländlichen Gebieten). So hat die burkinische Regierung über das Ministerium für Wasser und Abwasser den Nationalen Trinkwasserversorgungsplan (PN-AEP) 2016-2030 und das Nationale Abwasser- und Fäkaliensanierungsprogramm (PN-EUEU) 2016-2030 gestartet. Diese Strategien basieren auf den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDO) und decken die nationalen Prioritäten im Bereich Wasser und Abwasser ab.
Diese Umstände im Bereich Wasser und Abwasser machen sich auch in der burkinischen Schulumgebung bemerkbar. In Burkina Faso gibt es etwa 14655 Schulen mit Einschulungsraten von 71,2% für Jungen und 71% für Mädchen (Daten aus der jährlichen Primarschulstatistik 2015/2016). Über das „National Office for Water and Sanitation“ (ONEA) werden öffentliche Schulen vom Staat für den Bau von Toiletten finanziell unterstützt. Dagegen müssen sich private Schulen für den Bau von Hygiene- und Sanitärinfrastrukturen selbst finanzieren. Privatschulen in unversorgten Gebieten und Randgebieten erhalten Toiletten die vom Staat über ONEA angeboten werden. So baute der burkinische Staat zwischen 2007 und 2015 im Rahmen des PN-AEPA 5.578 Toiletten im gesamten Land. In diesem Zusammenhang sind private Schulen, wie auch öffentliche Schulen, oft auf externe Unterstützung durch technische und finanzielle Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder ähnlichen Institutionen angewiesen, um gute Hygiene- und Abwasserbedingungen für ihre SchülerInnen zu gewährleisten.
Zongo und Roumtenga sind zwei Dörfer in den Randgebieten der Stadt Ouagadougou. Das Dorf Zongo liegt am westlichen Stadtrand von Ouagadougou und hat etwa 15000 EinwohnerInnen. Das Dorf Roumtenga liegt am nordöstlichen Stadtrand von Ouagadougou mit ca. 1171 EinwohnerInnen. Die Randgebiete von Ouagadougou werden gemeinhin als "unbebaute Gebiete" bezeichnet, weil sie noch nicht versorgt sind und weder Strom noch Wasser haben. Während die Dörfer Zongo und Roumtenga keinen Strom haben, verfügen sie dafür bereits über Standrohre und Bohrlöcher für Zugang zu Trinkwasser. Im Jahr 2016 gab es 17 Bohrungen im Dorf Zongo und 23 im Dorf Roumtenga.
Der Schulkomplex St. Dominique de Zongo ist eine Schule mit ca. 3200 SchülerInnen, die zwischen Grundschule, Sekundarschule und Gymnasium aufgeteilt sind. Dieser Schulkomplex im Herzen des Dorfes Zongo verfügt über ein Bohrloch, dessen Überbau in einem baufälligen Zustand ist. Der Schulkomplex ist nicht eingezäunt und verfügt über kein Abfallmanagement. Der Abfall wird nach der Sammlung einfach verbrannt. In den Schulzimmern gibt es keine Abfalleimer. Die Schule verfügt nur über 17 funktionsfähige Toiletten, deren Platten und Lüftungsrohre in schlechtem Zustand sind.
Die Schule von Roumtenga besuchen ca. 350 SchülerInnen, die sich zwischen der Sekundarschule und dem ersten Gymnasiumsjahr aufteilen. Diese Schule ist auch nicht eingezäunt und hat einen Brunnen, der mit einer Solarpumpe und zwei (02) Blöcken mit vier (04) Toiletten verbunden ist.

Seit 2016 führt der Staat Burkina Fasos einen Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (PNDES) durch. Dieser Plan enthält Leitlinien für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Burkina Fasos im Zeitraum 2016-2020. Der PNDES widmet der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung eine strategische Achse. Diese zielt darauf ab, "die Lebensumwelt, den Zugang zu Wasser, sanitäre Einrichtungen und hochwertige Energiedienstleistungen zu verbessern".

 

 

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Organisation: CEAS Centre Ecologique Albert Schweitzer

Land: Burkina Faso

Beginn: 01.10.2018

Ende: 30.09.2020

Stadt / Land: Kleinstadt

Bemerkungen: Stadtrandgebiete

Anzahl Begünstigte: 4000 Personen

Geldbedarf: CHF 34'500

Restbetrag: CHF 34'500