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Zugang zu Trinkwasser und Förderung guter Hygienepraktiken in Hawassa, Äthiopien

Kurzbeschrieb:
Das Projekt geht auf eine Zusammenarbeit zwischen der NGO SAED, einem Mitglied von FOSIT (Federazione delle ONG della Svizzera italiana), und dem «Center for Development and Cooperation» der SUPSI (Tessinere Fachhochschule) zurück und konzentriert sich auf die Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser und die Förderung guter Hygienepraktiken in der Region Hawassa in Äthiopien. Das Projekt ist durch die mehrjährige Tätigkeit der beiden Partner SAED und SUPSI in Äthiopien und insbesondere durch eine Absichtserklärung zwischen der SUPSI und der örtlichen Universität entstanden. Eine Masterarbeit, die in Zusammenarbeit mit der ETH und der SUPSI durchgeführt wurde, zeigte eine schlechte Wasserqualität. Eine starke Fäkalienbelastung in den Haushalten wurde anhand mikrobiologischen Analysen ermittelt. Das Projekt beabsichtigt, die Wasserqualität durch Desinfektion zu erhöhen und mangelhafte Hygienepraktiken zu verbessern. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren vorbereitet: Wasserbehörden, Stadtbehörden, Unternehmensvertretern und der Universität Hawassa.

Angaben zum Projektgebiet:
Hawassa ist eine äthiopische Stadt mit starker demographischer Expansion wie der Rest des Landes. Die Verwaltung kann den anhaltenden Zustrom von Menschen, die vom Land in die Vorstädte ziehen (jährliches Bevölkerungswachstum von 4%!), nicht verkraften. In diesen Gebieten, in denen der ärmste und am stärksten gefährdete Teil der Bevölkerung lebt, wird Wasser zu Verteilstandorten und Reservoirs geleitet. Bei diesen werden die klassischen, allgegenwärtig in Afrika vorhandenen gelbe Kanister, gefüllt, um Wasser zu den Haushalten zu transportieren. Das Wasser wird jedoch auf zentraler Ebene nicht angemessen behandelt / desinfiziert und erreicht die Bevölkerung oft ohne, oder mit einer unzureichenden Konzentration an freiem Chlor, um eine Rekontamination auf Ebene der Haushalte zu verhindern. Das Ergebnis ist eine hohe Inzidenz von gastrointestinalen Erkrankungen, was zu einer hohen Mortalitätsrate aufgrund von Durchfallerkrankungen führt, insbesondere bei Kindern.
Aus quantitativer Sicht ist Wasser mit Ausnahme der Trockenzeit von Oktober bis Februar immer ausreichend vorhanden. Allerdings führen die ständigen Stromunterbrüche dazu, dass die Pumpen vielfach kein Wasser zu den verschiedenen Verteilungsstellen pumpen können.
Im Rahmen der von der ETH und der SUPSI durchgeführten Masterarbeit wurden im Juli 2018 über 200 Trinkwasserproben analysiert. Das Ergebnis hat es ermöglicht, einen grossen Anteil der Bevölkerung von Hawassa zu identifizieren welcher kontaminiertes Wasser verbraucht. Die Verunreinigung ist zum Teil bereits an den Verteilungspunkten des örtlichen Aquädukts (falls vorhanden) gegenwärtig und sogar noch mehr in den Haushalten (bis zu 94% der Proben mit Fäkalverunreinigungen belastet). Darüber hinaus wurde die Risikowahrnehmung beim Trinken von verseuchtem Wasser und die Gewohnheiten des Wasserverbrauchs bei den Menschen in den Gemeinden durch Fragebögen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen die Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall nicht mit der Verwendung von unbehandeltem Wasser in Verbindung bringen. Mehrere Fälle von Durchfall wurden festgestellt, insbesondere in Häusern, in denen keine weitere Wasseraufbereitung erfolgte. Darüber hinaus hat die Forschung anhand von Fragebögen ermöglicht, die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen in diesen Gemeinschaften besser zu verstehen. Die soziale Situation in Hawassa und den ländlichen Gemeinden ist wie in ganz Äthiopien und am Horn von Afrika durch starke Migrationsbewegungen gekennzeichnet. Diese bringen grosse Teile der Bevölkerung in prekäre und anfällige Lebensbedingungen.

 

 

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Organisation: Associazione SAED Etiopia

Land: Äthiopien

Beginn: 01.04.2019

Ende: 31.03.2022

Stadt / Land: Stadt, Dorf

Bemerkungen: Osservazioni Il progetto prende in considerazione diverse comunità che spaziano da quartieri urbani/periurbani a comunità rurali.

Anzahl Begünstigte: 10000 Personen

Geldbedarf: CHF 165'000

Restbetrag: CHF 165'000