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Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene in der Region Menabe in Madagaskar

Anzahl Begünstigte

Wasserversorgung: 16500 Personen
Sanitäre Einrichtungen: 9000 Personen

Die Zahlen beziehen sich auf die gesamte aktuelle Projektphase 2014-2017 und umfassen zusätzlich 4 Schulen mit insgesamt 500 Schülerinnen und Schüler und einem grossen Gesundheitszentrum mit 750 Patienten. Indirekt profitiert die Bevölkerung von 3 Gemeinden, ca. 20'000 Personen von einem verbesserten Zugang zu sauberem Wasser.

Das Projekt hat 2014 begonnen. Das Projekt und die Gemeinden übernehmen die Kosten für die sanitären Einrichtungen in Schulen und Gesundheitseinrichtungen. Die Hygieneschulungen, Sensibilisierungs- und Motivationsarbeit zielt darauf ab, dass die Haushalte den Sinn und den Wert von sauberem Wasser realisieren und von sich aus und auf eigene Kosten ihre Latrinen aufrüsten und verbessern.

Beitrag zur Erreichung der Milenniumsziele

Ca. 16500 Personen erhalten neu eine sichere Versorgung mit Trinkwasser.
Ca. 9000 Personen erhalten neu Zugang zu sanitären Einrichtungen.

Diese Zahlen beziehen sich auf die aktuelle Phase. In Bezug auf die sanitären Einrichtungen zielt das Projekt darauf, dass die Haushalte nach der Sensibilisierungs- und Motivationsarbeit des Projektes von sich aus Latrinen bauen bzw. bestehende verbessern. Ausgenommen sind öffentliche Latrinen, z.B. an Schulen, die im Rahmen des staatlichen Programms für ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene erstellt werden. Generell trägt das Projekt dazu bei, die institutionellen Kapazitäten im Bereich Wasser und Siedlungshygiene landesweit zu stärken und somit zu Erfüllung der Millenium-Entwicklungsziele für Madagaskar beizutragen.

Armutsbezug

Ca. 87 % der Begünstigten lebt unter der Armutsgrenze.

Madagaskar verfügt erst seit 2013 wieder über eine international anerkannte Regierung. Das Land ist in den vier Jahr zuvor komplett implodiert. Die Armutsrate lag bei 92% und ist nun durch ein moderates Wirtschaftswachstum von 3.3% auf 87% gesunken. Im Bezug auf die MDG gehört Madagaskar zu den Ländern in denen wenig bis gar keine Verbesserung erzielt werden konnte. Beim Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen belegt Madagaskar sogar den letzten Platz und konnte somit keine signifikative Verbesserung nachweisen. Seit 1990 konnte nur 8% der Bevölkerung einen verbesserten Zugang zu sauberem Wasser erreichen.

Öffentliche Einrichtungen

Trinkwasserversorgung: 1250 ungefähre Anzahl Nutzer
Sanitäre Einrichtungen: 1250 ungefähre Anzahl Nutzer

Sensibilisierungsmassnahmen zur Verhaltenänderung sieht das Projekt auch in den Schulen vor. Die SchülerInnen werden über Hygienepraktiken unterrrichtet und tragen dann das neue Wissen nach Hause. Dies wirkt komplementär zu den Sensibilisierungskampagnen, welche bei den Eltern ansetzen. Der Bau von öffentlichen Latrinen, z.B. an Schulen, wird vollständig vom staatlichen Programm für ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene übernommen.

 

 

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Organisation: Helvetas

Land: Madagaskar

Beginn: 2014

Ende: 2018

Stadt / Land: Dorf

Bemerkungen: Region Menabe, Distrikt Miandrivazo. Das Projekt arbeitet in der ersten Phase mit 3 Gemeinden zusammen

Anzahl Begünstigte: 16500 Personen

Geldbedarf: CHF 126'622

Restbetrag: CHF 126'622