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Sicheres Trinkwasser und Sanitäre Anlagen für 13 zerstörte Schulen

Projektplanung

Caritas Schweiz verfolgt einen umfassenden und integrativen Ansatz in all ihren Projekten. Im Schulwiederaufbauprojekt in Nepal sind die Gemeinden von Anfang an involviert in der Erarbeitung der Baupläne, der Kontrolle und Überwachung des Baufortschrittes sowie der Erarbeitung der Instandhaltungspläne. Zudem nehmen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und die Schulvorstände in Aktivitäten zur Hygieneverbesserung teil.

Die Bauarbeiten der Schulgebäude und Sanitäranlagen werden von nationalen Baufirmen durchgeführt, da es im Projektgebiet keine Anbieter gibt, die Aufträge dieses Volumens durchführen können. Jedoch wird von den Baufirmen erwartet, dass sie ungelernte Bauarbeiter aus den Gemeinden rekrutieren.

Die Bauarbeiten für die Wasserversorgung werden von den Schulkommittees selbst durchgeführt, die dafür finanzielle Unterstützung erhalten sowie Beratung durch einen Ingenieur von CACH.

Damit die Schulen auch nach Beendigung des Projektes gewartet werden, erarbeitet Caritas Schweiz zusammen mit den Schulvorständen Instandhaltungspläne. Für die Durchführung der Hygienetrainings arbeitet Caritas Schweiz mit der Partnerorganisation CDECF zusammen, die in den Gemeinden verankert ist und auch nach Projektende weiterhin im Projektgebiet tätig sein wird. Des Weiteren arbeitet Caritas Schweiz im Wasserbereich mit Helvetas zusammen, die eine langfristige Entwicklungsstrategie für das Projektgebiet erarbeitet hat.

Technische Angaben zum Projekt

Für die Wasserversorgung an den Schulen wird die Schule je nach Verfügbarkeit entweder direkt an die Wasserleitung der Gemeinde angeschlossen oder erhält eine eigene Wasserleitungssystem. An den Schulen werden periodisch (Trocken- und Regenzeit) Tests durchgeführt, um die Wasserqualität zu ermitteln. In Schulen, in denen das Wasser nicht über Trinkwasserqualität verfügt, werden Wasserfilter installiert. CACH hat an den Pilotschulen verschiedene Filter getestet und entschieden, vor allem Keramikfilter (collodial silver filters) zu installieren, da diese am einfachsten zu erhalten sind und auf den lokalen Märkten erhältlich sind. Die Schulwarte erhalten ein Training zur Instandhaltung von Wasserleitungen und Tanks.

In den Schulen werden Latrinen mit fliessend Wasser gebaut. Abwässer werden über eine Klärgrube sicher entsorgt.

Es werden ausschiliesslich natürliche, single-source Wasserquellen genützt.

Einbezug der Frauen

Da CACH öffentliche Schulen im ländlichen Raum wiederaufbaut, kommt diese Intervention proportional gesehen mehr Mädchen als Jungs zugute. Die Söhne der Familie werden oft zu besseren Privatschulen in den Städten geschickt. CACH führt zudem Hygienetrainings im Bereich Menstrual Hygiene speziell für ältere Schülerinnen ab.

Wassernutzung/Hygiene

Zu Beginn des Projekts wurde an allen 13 Schulen eine KAP-Studie durchgeführt und basierend auf den Ergebnissen der Studie Trainingspläne für die Schulen entwickelt. Diese Trainingspläne werden dem Schulkommittee sowie den Lehrern vorgestellt und dann wird zusammen ein Plan zur Implementierung der Aktivitäten erarbeitet. In den Trainings werden unter anderem Themen wie richtiges Händewaschen, Sauberkeit von Toiletten, Wasserkreislauf, Umgang mit Abwasser und die negativen Implikationen von mangelnder Hygiene behandelt. (mehr Infos, siehe Spezifische Projektziele).

Nachhaltigkeit

Um die ordnungsgemäße Handhabung und den Betrieb der WASH-Infrastruktur über die Laufzeit des Projekts hinaus sicherzustellen, werden Schulungen für die Hausmeister der Schulen, Studenten, Lehrer und Schulleitungsmitglieder durchgeführt. Die Schulungen finden bereits während der Bauphase statt, um das Verantwortungsbewusstsein der Begünstigten für die Instandhaltung der Infrastruktur zu erhöhen. Die Schulungen beinhalten unter anderem: Sanitärarbeiten, Rohrverlegungs- und Reparaturarbeiten sowie Finanzmanagement. Zusätzlich zu den Trainings wird für jede Schule ein Betriebs-Plan entwickelt, der Informationen über die Handhabung der Infrastruktur sowie Informationen über Rollen und Verantwortlichkeiten enthält, wie sie in den Trainings vereinbart wurden.

Um sicherzustellen, dass die Hygienetrainings in das Schulcurriculum verankert werden, wird Hygiene als ein Lehrthema in den sogenannten SIP (= School Improvement Plan) der Schulen aufgenommen. Die Einhaltung des SIPs wird jährich zusammen mit lokalen Vertretern des Bildungsministeriums überprüft. Zudem erhalten Lehrer und Lehrerinnen spezielle Schulungen, wie sie Hygienetrainings in den Unterricht mit aufnehmen können.

 

 

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Organisation: Caritas Schweiz

Land: Nepal

Beginn: 01.06.2017

Ende: 30.06.2018

Stadt / Land: Dorf

Bemerkungen: Nepal; Distrikt Sindhupalchok; Gemeinden Duwachaur, Helambu, Ichok, Mahankal, Palchok und Talamarang

Anzahl Begünstigte: 3164 Personen

Geldbedarf: CHF 45'539

Restbetrag: CHF 45'539