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Umweltbildungs-, Hygiene- und Abwasserprojekt in Schulen in den Randgebieten von Ouagadougou

Projektplanung

Auf Antrag des Gründers der Zongo- und Roumtenga-Schulen bezüglich der Sanierung von Toiletten und der Probleme im Zusammenhang mit der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Allgemeinen prüfte das CEAS-Koordinationsbüro (CoBF) dieses Vorhaben.
Im Anschluss daran und angesichts der Relevanz dieser ersten Anfrage besuchte das CEAS die Zongo-Schule im Rahmen einer Identifizierungs- und Evaluierungsbesichtigung im Juni und August 2017. Dadurch war es möglich, die Ausgangssituation der WASH (Water Sanitation and Hygiene) zu ermitteln, die Probleme, ihre Ursachen und Lösungen sowie alle potenziell vom Projekt betroffenen Personen zu identifizieren.
Für die Nachhaltigkeit des Projektes wird ein partizipativer Gemeinschaftsansatz angewendet, bei dem die SchülerInnen im Mittelpunkt des Prozesses der Lösung von Sanitär- und Hygieneproblemen in ihren Schulen stehen. Die Hauptaktivitäten werden in einem Lenkungsausschuss, einschliesslich der SchulvertreterInnen und deren Koordination auf lokaler Ebene, unter Beteiligung des Elternvereins jeder Schule durchgeführt.
Schliesslich werden auch die LehrerInnen zum Projekt beitragen, nicht nur durch ihr volles Engagement, sondern auch durch die Begleitung der von den SchülerInnen durchgeführten Hygiene- und Sanitärmassnahmen.

Technische Angaben zum Projekt

Der Zongo-Brunnen wurde rehabilitiert.
9 Trinkwasserstationen werden saniert.
5 Trinkwasserstationen mit Sawyer-Filtern werden angeschafft.
2 Wasserwagen werden angeschafft, um Wasser aus dem Bohrloch zu transportieren.

10 Toiletten vom Typ VIP werden saniert.
5 Abfalleimer werden angeschafft und in den Schulhöfen installiert.
Für die Klassenzimmer werden 45 Abfalleimer angeschafft.
In der Schule Roumtenga wird von den SchülerInnenn ein Abfallmanagementsystem eingerichtet.
Die LehrerInnen werden bezüglich Hygiene- und Abwasseranlagen geschult.

Einbezug der Frauen

Hauptzielgruppe dieses Projektes sind SchülerInnen der Schulen in Zongo und Roumtenga. Im Jahr 2016-2017 besuchten diese Schule 1543 Jungen und 1672 Mädchen. Durch die oben beschriebene Zielgruppe kann die Geschlechterfrage in diesem Projekt berücksichtigt werden, da die Begünstigten der Einrichtungen überwiegend Mädchen sind.
Zudem kommen die zu errichtenden Bohrungen nicht nur den SchülerInnen zugute. In der Tat werden die Frauen der umliegenden Häuser kommen, um kostenloses Trinkwasser für ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Familien zu bekommen.

Wassernutzung/Hygiene

Die SchülerInnen werden in Hygiene, gutem Händewaschen und Wassersparen geschult.

Nachhaltigkeit

In Burkina Faso umfasst der Lehrplan der Grundschule eine staatliche Ausbildung, in der Themen wie Körperpflege, Kleidung und Ernährung behandelt werden. Diese Kurse werden in der Grundschule zu regulären Unterrichtszeiten abgehalten. Um die Nachhaltigkeit der Sensibilisierungsaktivitäten in den Schulen von Zongo und Roumtenga zu gewährleisten, könnten die Themen Hygiene und das Abwassersystem während des gesamten Schuljahres mit staatlichen Bildungskursen verbunden werden. Da die LehrerInnen in den Themen Hygiene und Abwassersystem geschult werden und den Unterricht in staatlicher Bildung anbieten, wird dies eine nachhaltige Verankerung des Bewusstseins der SchülerInnen für gute Hygiene- und Sanitärpraktiken in den kommenden Jahren ermöglichen.
Darüber hinaus arbeitet das CEAS seit 2008 im Bereich des Abwasser- und Abfallmanagements mit zahlreichen Hygiene- und Sanitärmassnahmen in Schulen mehrerer Gemeinden in Burkina Faso. In Senegal und Madagaskar werden Doppelgruben-Toilettenmodelle getestet, um die Schlammentsorgung zu erleichtern. Mit diesem Projekt wollen wir diesen Ansatz auch in Burkina Faso testen.

 

 

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Organisation: CEAS Centre Ecologique Albert Schweitzer

Land: Burkina Faso

Beginn: 01.10.2018

Ende: 30.09.2020

Stadt / Land: Kleinstadt

Bemerkungen: Stadtrandgebiete

Anzahl Begünstigte: 4000 Personen

Geldbedarf: CHF 34'500

Restbetrag: CHF 34'500